„Wirtschaftsgymnasium – und was dann?“: Podiumsdiskussion an der WIHOGA Dortmund

In gut zwei Jahren werden Sophia von Korff und Mika Möldner das Abitur in der Tasche haben. Die beiden 16-Jährigen und 23 weitere Jugendliche besuchen die Klassenstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums der WIHOGA (Wirtschaftsschulen für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen) Dortmund. Welche Möglichkeiten stehen uns nach dem Abitur zur Verfügung? Welche Voraussetzungen müssen wir überhaupt mitbringen? Und: Was erwartet uns in Zukunft? Fragen über Fragen. Eine Podiumsdiskussion hat jetzt erstmalig wichtige Antworten gegeben und gute Perspektiven aufgezeigt.

Das Besondere: Die mehrstündige Veranstaltung wurde von den Schülerinnen und Schülern weitestgehend selbst organisiert. Ebenso außergewöhnlich: Dank des starken Netzwerks der WIHOGA Dortmund war das Podium ausgesprochen prominent besetzt. So konnte Moderator Joshua Tolksdorf (16) neben Berufsberater Andreas Rosin von der Arbeitsagentur unter anderem auch Andreas Vogt, den Direktor des Steigenberger Hotels Dortmund, Gerd Rüschenbeck vom gleichnamigen Uhren- und Juwelier-Unternehmen, Jörg Flocken, den Verkaufsleiter der Mercedes-Benz-Niederlassung Dortmund, und Maike Schönenberg als Ausbildungskoordinatorin von P&C Dortmund begrüßen.

Sie nahmen sich nicht nur viel Zeit, um die Fragen der jungen Menschen zu beantworten, sondern hatten auch deutliche Ansagen aus der Praxis im Gespäck. So machten Jörg Höhne und Uwe Katzmarek vom Alfred-Müller-Armack-Berufskolleg für Tourismus in Köln Mut, auch über eine duale Ausbildung nachzudenken: „Das ist keine Einbahnstraße.“ Trotzdem sei es wegen des Allgemeinwissens gut, ein Abitur zu machen, betonte Andreas Vogt vom Steigenberger Hotel. Branchenübergreifend waren sich die Podiumsgäste in vielen Punkten einig. Tugenden wie Flexibilität, die Bereitschaft zur Weiterbildung, Initiative und persönliche Passung, die Liebe zur Tätigkeit und der Wunsch, den Beruf gerne auszuüben und ein „Macher“ zu sein, werden in allen Bereichen ausgesprochen geschätzt. „Machen ist wie wollen, nur krasser“, brachte es Jörn Busch, Managing Director bei der international tätigen Event-Agentur satis&fy AG, auf den Punkt.

Botschaften, die bei den zukünftigen Abiturienten gut ankamen. „Richtig, richtig gut“, fand Sophia von Korff die Veranstaltung. „Es war ziemlich informativ und die Leute waren sympathisch“, betonte die 16-Jährige nach fast vier intensiven Stunden. Für sie sei die Podiumsdiskussion eine große Hilfe gewesen, welchen Schwerpunkt sie am Ende des Schuljahres wählen wolle. Bemerkenswert fand sie außerdem, wie stark die unterschiedlichen Themen ineinandergreifen. Ihr Mitschüler Mika Möldner lobte die „entspannte Atmosphäre“ und den „freundlichen Umgang“. Der 16-Jährige fand außerdem die beruflichen Biografien der Podiumsgäste interessant: „Das waren spannende Wege, wie sie sich - zum Teil sogar aus anderen Branchen - nach oben gearbeitet haben.“ Von Sophia von Korff schließlich besonders wichtig: „Wir haben das als Klasse selbst organisiert und alles hat gut geklappt!“

Das kann Thomas Beile nur bestätigen. „Für die WIHOGA Dortmund war das ein Novum, das sehr gut gelungen ist“, erklärte der Bildungsgangleiter des Wirtschaftsgymnasiums. Die unterschiedlichen Themenblöcke seien facettenreich gewesen und branchenübergreifend sei deutlich geworden, dass „der Mensch und die Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen.“ So ist es für Thomas Beile und Schulleiter Harald Becker keine Frage, dass diese Podiumsdiskussion nicht die letzte Veranstaltung ihrer Art an der WIHOGA Dortmund sein wird.

Seit 2018 als iPad-Klasse

  • Das Wirtschaftsgymnasium an der WIHOGA Dortmund besteht seit 2015.
  • Neben der ursprünglichen Differenzierung „Hotellerie, Gastronomie, Tourismus & Event“ kann seit diesem Schuljahr auch „Mode- und Luxusmanagement“ belegt werden.
  • Seit 2018 werden alle neuen Jahrgänge als iPad-Klassen geführt.
  • Weitere Informationen unter www.wihoga.de/abitur